| 17.09.2006
Stiftung Warentest betreibt Public Relations für Petfood-Industrie
Die angeblich unabhängige und halbstaatliche Einrichtung Stiftung Warentest führte nunmehr auf ihrer Internetpräsenz www.warentest.de online eine PR-Aktion für industrielle Hundenahrung durch.
Warenstest hält ein Plädoyer für industrielles Fertigfutter und erteilt den Züchtern und Besitzern Ratschlä-ge über die Ernährung ihrer Vierbeiner nach den Vorgaben der Masterfoods-Lobbyistin Ellen Kienzle. Die Münchner Professorin, die als ehemalige Assistentin von Professor Helmut Meyer vom Institut für Tierer-nährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover unter der Protektion von WALTHAM Leiterin des Insti-tuts für Tierernährung und Diätetik an der Universität München geworden war, stellt wieder einmal ihre seit Jahren bekannten »Milchmädchenrechnungen« auf und lässt die Hundler die täglichen Rationen mit dem Taschenrechner berechnen. (vgl. »Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin)«, S. 54 ff.)
30.08.2006
Test der Stiftung Warentest mangelhaft und nicht empfehlenswert (Eine Kritik an der Kritik)
Der in der Ausgabe Nr. 9 vom September der Hauszeitschrift der Stiftung Warentest 2006 veröffentlichte Test von Petfood weist die gleichen methodischen Fehler auf wie die getesteten Produkte und täuscht den Verbraucher im Interesse der Hersteller.
Der Artikel weist nämlich die Diktion der Marktführer, ihres Verbandes IHV und der den Kennern der Sze-ne bekannten Lobbyisten auf.
Untersucht wurden von Warentest nach eher subjektiven und willkürlichen Kriterien 30 Sorten Hundetro-ckenfutter, von denen etwa die Hälfte über Lohnhersteller wie der Stockmeyer-Gruppe in Bremen oder dem Flockenwerk Peter Kölln in Elmhorn aus dem gleichen Haus in der Bundesrepublik stammen. Dane ben lassen Masterfoods in Ungarn und weitere Anbieter in Belgien und Lichtenstein außerhalb der deut-schen Grenzen produzieren.
Wenn man dem Bericht von Warentest über die Schädlichkeit von Hausmannskost folgen wollte, darf man sich zunächst wundern, dass der Hund die letzten Jahrtausende bis zum Zeitalter des industriellen Fertigfutters überlebt hat, um Forrest Mars und anderen Zeitgenossen zu goldenen Nasen und den Vets zu Arbeit und zu Brot zu verhelfen.
Da in den westlichen Ländern nahezu 90 ller Hunde mit Petfood ernährt werden, dürfte es unter ihrer Population nach den Versprechungen der Hersteller keine ernährungsbedingten Erkrankungen mehr ge-ben und die durchschnittliche Lebenserwartung dürfte nicht auf etwa 4 Jahre gesunken sein.
Die Ausführungen von Warentest über die Mineralien Kalzium und Phosphor sind irreführend und von keiner Sachkenntnis getrübt, denn sie verschweigen, dass die dem Futter zugesetzten Vormischungen in der Regel das ohnehin schwer und in Trockenfutter kaum lösliche Di-Kalzium-Phosphat enthalten, das zur Resorption hohe Dosen Vitamin D3 erfordert, auf das der Artikel überhaupt nicht eingeht. Dagegen geht er über die Lobbyisten auf die grob fehlerhaften Publikationen des Holländers Hazewinkel über die Schädlichkeit hoher Kalziumdosen ein, was in dieser Form nicht richtig ist, denn mit Milch und Milchprodukten sowie Kalbsknochen kann man seinem Hund auch bei hohen Gaben keine Organschäden zufügen, allenfalls der Fefu-Industrie finanzielle, weshalb diese Nahrungsmittel von ihr auch verteufelt werden.
H. A. W. Hazewinkel, W. v. d. Brom et al. von der Universität Utrecht/Holland stellten bereits in den Jah- ren 1985 - 1991 bei jungen dänischen Doggen Veränderungen des Skeletts nach erhöhter Kalziumauf-nahme fest. Diese keineswegs fehlerfreien und eher als wissenschaftliche Fälschung anzusehenden Pub-likationen wurden ausgehend von Masterfoods zur Panikmache und zur Verunsicherung der Hundebesit-zer sowie zum Marketing für das »Alleinfutter« eingesetzt, das es eigentlich objektiv nicht gibt und nicht geben kann. Trockenfutter kann allenfalls als Ergänzung der Hundenahrung anzusehen sein.
Auch das für den Knochenstoffwechsel essentielle Vitamin K1 und das als Vitamin K3 bezeichnete Mena-dion finden keinerlei Erwähnung.
Weiterhin berichtet Warentest über die angebliche Schädlichkeit von einem hohen Eiweißgehalt, eine Aussage, die ebenfalls in dieser Form nicht richtig ist. Eiweiß ist in der Regel nur bei Niereninsuffizienz schädlich, dann aber auch bei sonst normalen Mengen.
Das nach dem Schimmelhengst von Napoleon - dem nach Bucephalos von Alexander dem Großen be-rühmtesten Pferd der Geschichte - hochtrabend als »ganzheitliches« und als Alternative zu den führen-den Marken des Marktes mit ihren methodischen Fehlern im Jahr 1998 kreierte Marengo hält zwar beilei-be nicht, was es verspricht, ist aber keineswegs schlechter wie die anderen Marken. Zu beanstanden ist bei diesem Trockenfutter insbesondere der reduzierte Gehalt an Kalzium und Phosphor und der Mangel an Vitamin D3, sodass die dem Produkt zugefügten anorganischen Kalzium-/Phosphorsalze meist über-haupt nicht resorbiert werden und es zu schweren Schäden am Skelett- und Bewegungsapparat des Hun- des kommen kann. Nach objektiven Kriterien ist Marengo allerdings deshalb zusammen mit zahlreichen anderen zwar besser bewerteten, dennoch gleich schlechten Produkten der Testreihe mit der Floskel der Stiftung Warentest »nicht empfehlenswert«.
Nicht zuletzt im Hinblick auf die Preisvergleiche sollte der Hundebesitzer des Test deshalb nicht für bare Münze nehmen. _______________________________________________________________________________________________ 05.06.2005 Professor Jürgen Zentek sitzt in Wien auf einem Lehrstuhl von Eukanuba
In Wien sitzt Professor Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung der Tierärztichen Hochschule Hanno-ver nunmehr auf einem Lehrstuhl der Iams Company (Eukanuba) und damit von Procter & Gamble. Zuvor erhielt er in Hannover als Assistent von Professor Helmut Meyer zusammen mit seinem Chef und seiner unter der Protektion der Dinos als Professorin auf den Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik nach Mün-chen gewechselten Kollegin Ellen Kienzle Zuwendungen von Waltham/Effem.
Procter & Gamble aus Cincinnati in den USA ist der Welt größter Konsumgüterhersteller mit Marken, die gleich mehrfach in jedem Haushalt stehen. P&G erwarb mit seiner größten Aquisition im August 1999 die Iams Company in Dayton/Ohio für 2, 3 Milliarden Dollar. Iams lag mit Eukanuba und anderen Marken damals bei einem globalen Umsatz von 800 Millionen Dollar auf dem vierten Platz in der Weltrangliste. (vgl. »Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin«, 2. Aufl, S. 109 ff.) _______________________________________________________________________________________________ |